Sprachlos

Ihr Lieben,

nach längerer Zeit melde ich mich mal wieder zu Wort. Die letzte Zeit war nicht einfach für mich, aber es gibt so ein paar Dinge, die mich beschäftigen und die ich mir mal von der Seele schreiben möchte.

Ich gebe zu, der ausschlaggebende Punkt, dass ich heute was schreibe ist der Tod von Chester Bennington letzte Woche. Um ehrlich zu sein hab ich es immer noch nicht wirklich verarbeitet, irgendwie ist es immer noch irreal, erst so langsam fang ich an, es zu begreifen. Ich muss wirklich sagen, dass mich selten ein Promi-Tod so sehr mitgenommen hat. Vielleicht liegt es daran, dass ich einiges mit seiner Musik verbinde, vielleicht liet es daran, dass wir fast gleichalt sind, vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich auch an chronischen Depressionen leide, aber der Tod hat mich echt aus der Bahn geworfen, gleichzeitig hat er mir aber auch gezeigt, dass ich anfangen muss, mein Leben zu leben. In der letzten Zeit habe ich mich leider viel zu sehr von meinen Selbstzweifeln und Ängsten kontrollieren lassen.

Wie ich aber gemerkt habe gibt es so viele Menschen, die LP mit Ihrer Musik berührt haben, umso schlimmer finde ich dafür diejenigen, die Chester unterstellen, er hätte den feigen Ausweg gewählt und seine Familie im Stich gelassen.

Bei solchen Kommentaren kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Suizid hat nichts mit Feigheit zu tun, ganz im Gegenteil, ich spreche aus Erfahrung.

Allgemein fällt mir in letzter Zeit immer wieder auf, wie ausgeprägt der Hass in der heutigen Zeit ist, es gibt kaum noch Diskussionen, die wirklich diesen Namen verdienen, überall wird nur noch aufs übelste beleidigt.

Vielleicht werde ich zu dem Thema demnächst mal ausführlicher schreiben. Für heute belasse ich es erstmal dabei, ein Lebenszeichen abzugeben.

 

In diesem Sinne sag ich aus ganzem Herzen: genießt euer Leben!

Hugs and Kisses

Franzi

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2 thoughts on “Sprachlos

  1. Da gebe ich dir Recht. Jeder der um diese Krankheit weiss, kann Chester verstehen. Der Rest ist einfach und allein zu sehr mit sich im Klinsch.
    Sein Tod hat aber auch viele dazu gebracht sich zu outen und zuzugeben, dass sie an dem selben Leiden.

    Ich wünschte manchmal Menschen würden verständnissvoller und Netter werden. Aber das wird leider nichts.

    Fühl dich fest gedrückt.
    Xoxo Vanessa

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