Was bringt die Zukunft?

Ihr Lieben,

eigentlich wollte ich ja eine kleine Pause vom Bloggen einlegen. In letzter Zeit gibt es aber einige Dinge,  die mich ziemlich belasten und die ich mal loswerden muss.

Mein Problem ist nur wie immer,  dass ich niemanden nerven oder belasten will und von den Personen,  denen ich davon erzählt habe fühle ich mich nicht wirklich ernstgenommen . Gleichzeitig habe ich aber auch Angst,  mich falsch auszudrücken und mißverstanden zu werden. Das ist auch der Grund,  warum ich erst eine ganze Weile überlegt habe,  ob ich das überhaupt posten soll. Ich will ja auch nicht,  dass sich jemand angegriffen fühlt.

Wie ihr seht mache ich mir wieder zu viele Gedanken über alles Mögliche. Das wäre auch mein nächstes Problem. Ich war ja Ende 2016 / Anfang 2017 in ein tiefes Loch gefallen,  aus dem ich mich so langsam wieder herauskämpfe. Das ganze ist nur leider nicht immer so einfach.  Ich werde in allen möglichen,  scheinbar banalen Situationen von Selbstzweifeln geplagt. Teilweise sind diese so heftig,  dass ich mich nicht mal traue, irgendwelche Nachrichten oder E-Mails zu schreiben,  von Telefonaten ganz zu schweigen. Gestern habe ich zum Beispiel endlich eine E-Mail geschrieben,  die ich schon seit Wochen schreiben wollte,  wo ich mich aber einfach nicht getraut habe.  Klingt für die meisten sicher bescheuert,  ist bei mir aber leider immer noch ein großes Thema.

Das ist zum Beispiel der nächste Punkt,  besagte E-Mail war ein erster Schritt,  um mein Leben endlich voran zu bringen.  Ich bin mit meiner aktuellen Situation super unglücklich und will auch unbedingt was ändern,  meistens fehlt mir dann aber trotzdem am Ende der Mut. Wenn ich dann auch noch einen Kommentar höre, dass es ja ganz bequem sein kann,  nichts an der Situation zu ändern,  auch wenn man mit ihr unglücklich ist, dann verletzt mich das zutiefst. Als ob ich mir meine Ängste einbilde oder gar einrede 😔. Mir ist schon klar,  dass sie oft nicht nötig sind,  aber ich hab schon so viel scheisse erlebt,  dass ich manchmal einfach nicht mit einer negativen Reaktion klarkomme.  Deshalb geh ich dieser Situation lieber aus dem Weg.

Natürlich weiß ich,  dass das nicht unbedingt die beste Lösung ist, ich hab mittlerweile fast 7 Jahre  Therapie hinter mir,  in der Theorie kenne ich die Lösung für sehr viele meiner Probleme,  in der Praxis ist es nur leider so, dass mir meine Ängste im Weg stehen.  Ich weiß zwar,  dass Ängste nur Gefühle sind und man sich von Gefühlen nicht leiten lassen sollte – einer der Lieblingssprüche meines ersten Therapeuten – aber versucht mal ein starkes Gefühl einfach zu ignorieren. ..

Jedenfalls bin ich ein wenig stolz, den ersten Schritt getan zu haben und auch wenn noch einige Rückschläge folgen hab ich meinen Weg fest im Blick.

Soviel erstmal zu meiner aktuellen Situation.  Wenn es also mal etwas ruhiger um mich ist heißt das nicht,  dass ihr mir egal seid, sondern eher,  dass ich wieder einmal mit meinen Dämonen zu kämpfen habe.

Danke für’s Zuhören.

Hugs and Kisses

Franzi

 

 

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3 thoughts on “Was bringt die Zukunft?

    1. Danke, das ist lieb, dass du an mich glaubst 😊, nach meinem heutigen Besuch beim Psycho-Doc ist mein Selbstbewusstsein ziemlich am Boden, umso mehr freue ich mich über deinen Kommentar
      Liebe Grüße zurück
      Franzi

      Liked by 1 person

  1. Da ich auch unter einer Angststörung leide, kann ich dieses “sich von der Angst in die falsche Richtung treiben lassen” gut nachempfinden. Es ist ein ständiges “2 Schritte nach Vorne, einen Schritt zurück”-durchs-Leben-kämpfen und wo man am Anfang noch über jeden kleinen Fortschritt froh war, muss man nach so vielen Jahren lernen, diese Fortschritte überhaupt wahrzunehmen und darauf stolz zu sein. Ich selbst bin nun 10 Jahre erkrankt und schlage mich durch den Alltag (mal besser, mal schlechter).

    Dass du die E-Mail geschrieben hast, ist ein sehr sehr guter Schritt nach vorne. Weiter so!
    Mir sagte mal ein Therapeut “Es bringt nichts, die Angst verdrängen zu wollen… sie wird immer wieder präsent sein. Aber man muss lernen, sie zu überhören.” Sie ist da, schreit sich lauthals in den Vordergrund. Wie ein Papagei, der auf der Schulter sitzt und ständig ins Ohr plappert… man muss nur lernen, ihn wahrzunehmen, als nervig zu akzeptieren und ihn zu ignorieren… bis man ihn irgendwann gar nicht mehr als so laut wahrnimmt.

    Leichter gesagt/geschrieben, als getan, aber… du und ich und all die “anderen von uns” arbeiten daran 🙂

    Bleib tapfer!!!
    Kim aka L.H.P.

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