Krankenhausgedanken

Ihr Lieben,

Ich bin mal wieder im Krankenhaus. Diesmal mehr oder weniger freiwillig. Eigentlich wollte ich nach dem letzten Aufenthalt erstmal auf absehbare Zeit nichts mehr machen lassen. Ich meine, 7 Operationen in einem knappen Jahr sollten wohl reichen.

Natürlich sahen das die Ärzte im Krankenhaus und nicht zuletzt meine Familie anders und so hatte ich letztendlich keine andere Wahl, als einer neuen OP zuzustimmen. Kurze Anmerkung am Rande, ich weiß, das es jemand gibt, die das anders sind und meint, wenn ich die OP nicht wollte könnte ich mich auch dagegen entscheiden, aber mach das mal, wenn du 3 Ärzte und deine ganze (erweiterte) Familie gegen dich stehen hast.

Natürlich hinterlässt das ganze in mir ein Gefühl von Fremdbestimmung. Ich hab ja eh immer das Gefühl, dass letztendlich egal ist, was ich denke oder will. Dieses Gefühl wird aktuell sehr verstärkt, aber es kommt noch besser.

Im Gegensatz zum letzten Mal lief diesmal bei der Aufnahme alles reibungslos, ich musste nicht stundenlang auf mein Zimmer warten und selbst Blut abnehmen hat beim ersten Versuch geklappt. Eigentlich hätte mich das schon stutzig machen müssen. Auch gestern bis zur OP lief alles bestens. Sie war für 8 Uhr angesetzt und ich wurde um 7.20 Uhr abgeholt. Auch die Narkose klappte problemlos und so wachte ich gut 2 Stunden später mit einem Arm bis zur Schulter in Gips wieder auf. Gefühlt hab ich mich eigentlich direkt ziemlich gut. Der wirkliche Hammer kam erst später.

Bei der Vorbesprechung sagte die Ärztin, das diesmal wahrscheinlich alles in einem Zug gemacht werden würde und nicht wie beim letzten mal, wo erst eine Zwischenhaut eingesetzt und nach 5 tagen durch eigene haut ersetzt wird. Da ich mich auf 2 Wochen Krankenhaus eingestellt hatte war ich natürlich happy, dass es vielleicht schneller geht.

Bis dann gestern Nachmittag die Ärztin zur Nach Besprechung kam und mir erklärte, dass diesmal ein anderes Material eingesetzt wurde, das nach 3 bis 4 Wochen durch Echthaut ersetzt wird. Als ich das hörte war es wie ein Schlag ins Gesicht. Viele werden sicher denken, “ach, kein Problem”, für mich ist es aber eine Katastrophe, weil ich zu diesem Zeitpunkt mit meiner beruflichen Reha anfangen wollte, auf die ich jetzt quasi 1 Jahr hingearbeitet habe. Um klar auszudrücken, was sie mir bedeutet reicht der Platz hier nicht.

So bin ich also gestern in ein tiefes Loch gefallen. Verstärkt wird dieses Gefühl noch durch die Tatsache, dass ich für dieses Wochenende ganz andere Pläne hatte. Es findet nämlich ein treffen statt, auf das ich mich seit Wochen gefreut habe und welches dieses Wochenende unvergesslich gemacht hätte. Aber stattdessen hänge ich jetzt hier im Krankenhaus und werde das ganze Wochenende angesichts verpasster Möglichkeiten in Depressionen versinken.

Ich wünsch euch trotzdem ein schönes Wochenende, genießt euer Leben.

Hugs and Kisses

Franzi

Advertisements

2 thoughts on “Krankenhausgedanken

  1. Ich finde es immer noch nicht in Orndung das sie so selbstverständlich über deinen Kopf hinweg entschieden haben und kann deinen Frust voll und ganz verstehen – um dich ein wenig aufzumuntern, teile ich dir nun mal mit dass du für den Liebster-Award nominiert wurdest hrrhrr
    Liebe Grüße
    Tama ❤

    Liked by 1 person

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s