Krankenhaus Tagebuch Tag 4

Hallo Ihr Lieben,

Toll, dass ihr hergefunden habt 😀.

Wieder ein Tag geschafft. Wochenenden in Krankenhäusern sind ja immer noch ein bisschen trister als Sonntage alleine Zuhause. Vor allem,  wenn man aktuell nicht mal in der Lage ist, vor die Tür zu gehen. Aufgrund des Venen Katheters muss ich aktuell immer einen Ständer mit mir rumschleppen, den man auf dem Bild ansatzweise sehen kann. Sämtliche flachen Witze erspare ich mir hier,  lasst eurer Fantasie freien Lauf 😉.Ich finde ja, Tage wie heute eignen sich hervorragend zur Kontemplation. Böse Stimmen würden zwar jetzt anmerken, dass ich so schon viel nachdenke, was sicherlich auch stimmt, aber dieseWoche ist sicherlich mehr passiert, was Grund zum Nachdenken gegeben hat.

Die wichtigste Erkenntnis kam mir allerdings schon Donnerstag. Ich neige ja von Natur aus zu Depressionen und auch wenn ich nie suizidal war oder sein werde hatte ich doch bis vor nicht allzu langer Zeit die Einstellung,  dass ich recht locker in Operationen gegangen bin , weil ich der Meinung war, dass es eh egal ist, ob ich lebend raus komme oder nicht  (bevor irgendwelche Kommentare kommen : ja, ich bin schon seit einiger Zeit in Therapie ) .Donnerstag wurde mir dann aber zum ersten Mal klar, dass es doch Gründe gibt, unbedingt weiterleben zu wollen. Ausschlaggebend für diese Erkenntnis waren vor allem 2 Faktoren. Zum einen hab ich in der letzten Zeit ein paar wirklich tolle Menschen kennengelernt, allen voran eine Person, die hoffentlich jetzt weiß, dass ich sie meine  (gibt es kein Einhorn Emoji? ) ,aber auch einige andere 💗 . Der 2. Faktor ist dieser Blog. Als ich hiermit angefangen habe hätte ich ja nie damit gerechnet,  dass ihn überhaupt jemand lesen würde,  deshalb haben mich die Zahlen der letzten Tage wirklich umgehauen, vielen Dank nochmal dafür 😊.

Langer Rede kurzer Sinn, auch wenn das Leben manchmal noch so beschissen sein mag, es werden immer Zeiten und Menschen kommen, die dich daran erinnern, wie schön es auch sein kann ❤

Hugs and Kisses

Franzi

 

 

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2 thoughts on “Krankenhaus Tagebuch Tag 4

  1. Das freut mich, das ich es geschafft habe dir ein wenig die Augen zu öffnen 🙂
    Das mit dem Tagebuch ist glaub ich ne echt gute Sache um den ganzen Krankenhausfrust los zu werden. Reden ist ja bekanntlich eine gute Therapie 😀
    Liebe Grüße und weiter so
    Tama ❤

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